Kindergartenbedarfsplan 2008/09: Künftig 6 ½ Kindergartengruppen
Bis zum Ende des laufenden Kindergartenjahres gibt es 7 Kindergartengruppen in der Gemeinde, ab Sommer wird der Betrieb mit 6 ½ Gruppen fortgesetzt. Dies ist zusammengefasst das Ergebnis der Beratung über die Kindergartenbedarfsplanung im Gemeinderat am vergangenen Montag.
Alljährlich im März/April informiert die Gemeindeverwaltung über die Kinderzahlen, die Gruppenzahlen und -stärken und die Dienstleistungsangebote in den Kindergärten. Dabei wurde das Angebot in den letzten Jahren den sich laufend ändernden Anforderungen der Kinder bzw. deren Eltern und der Situation der Familien angepasst, z.B.:
01.09.2003: Dr.-Irmgard-Frank-Kindergarten: Einführung einer Gruppe mit verlängerten
Öffnungszeiten
01.09.2006: Gebrüder-Weiler-Kindergarten: Aufnahme Zweijähriger
01.05.2007: Kooperation mit dem Verein Tagesmütter (Kleinkindbetreuung)
01.09.2007: Dr.-Irmgard-Frank-Kindergarten: Einführung der Ganztagesbetreuung mit
Mittagessen
01.03.2008: Dr.-Irmgard-Frank-Kindergarten: Erweiterung Ganztagesbetreuung um 1 Std.
Deutlich wurde im vergangenen Jahr, dass die Anzahl der 2-jährigen Kinder, die in den Kindergarten aufgenommen werden, etwa konstant bleibt. Im Schnitt besuchen 4 Zweijährige den Gebrüder-Weiler-Kindergarten. Die Anzahl von 8 Plätzen für Zweijährige ist deshalb zunächst ausreichend und bedarfsgerecht.
Auffällig ist der zunehmende Trend zur Ganztagesbetreuung, die derzeit von 2 Kindern (montags und freitags) bis 12 Kindern (donnerstags) in Anspruch genommen wird. Die Zahl der ausgegebenen Mittagessen liegt zwischen 5 (freitags) und 14 (donnerstags)
Insgesamt nimmt die Zahl der Kinder im kindergartenfähigen Alter ebenso leicht ab, wie die Anzahl aller Kinder von 0 bis 6 Jahren in der Gemeinde. Dies verdeutlichen auch die nachfolgenden Zahlen, die aussagekräftiger sind als die Kinderzahl eines einzelnen Geburtsjahrganges:
· Kinder von 0 bis 6 Jahre in Schlierbach am 15.03.2006: 232
· Kinder von 0 bis 6 Jahre in Schlierbach am 15.03.2007: 215
· Kinder von 0 bis 6 Jahre in Schlierbach am 15.03.2008: 212
Eine Zuordnung der Kinder zu den 3 Kindergärten zeigte, dass insbesondere im Kindergarten Max-Eyth-Straße die Zahl der angemeldeten Kinder abgenommen hat und weiter abnehmen wird. Nach der Prognose sind am 01.07.2009 nur noch 32 Kinder im Kindergarten Max-Eyth-Straße. Deshalb stimmte der Gemeinderat einer Reduzierung von 2 auf 1,5 Gruppen zu. Selbst Zuzüge könnten in einem ausreichenden Umfang noch aufgenommen werden, zumal auch in den anderen Kindergärten noch Reserven vorhanden sind. Die durch die Reduzierung auf 1,5 Gruppen folgende Personalreduzierung könnte durch Umsetzung ausgeglichen werden. Die übrigen Kindergärten werden den Betrieb mit ihrem bisherigen bedarfsgerechten Angebot fortsetzen. Auch in den kommenden Jahren wird man sich eingehend mit dem Thema Kinderbetreuung beschäftigen müssen, um die vom Gesetzgeber vorgegebenen Rahmenbedingungen zu erfüllen. So wird dieses Thema auch Gegenstand der nächsten Klausurtagung des Gemeinderates sein.
Kriminalitäts- und Unfallstatistik 2007
Das Polizeirevier Uhingen stellt den Gemeinden ihres Reviers alljährlich die polizeiliche Kriminalitäts- und Verkehrsunfallstatistik zur Verfügung. Die Zahlen für das Jahr 2007 sind ausgewertet und wurden den Gemeinden zur Verfügung gestellt. In der Kriminalitätsstatistik wurden in Schlierbach im Jahr 2007 insgesamt 69 Kriminalitätsfälle erfasst. Die Anzahl bewegte sich damit etwa im Bereich der Vorjahre. Die Zahl sagt noch nichts über die Zahl der Täter aus, sondern lediglich über die Zahl der erfassten Fälle d.h. im Einzelfall können von einem Täter auch mehrere Delikte erfasst werden. Schlierbach liegt damit deutlich unter den Durchschnittwerten von Land, Landkreis und auch Polizeirevier Uhingen.
Auch bei den Verkehrsunfallzahlen ergaben sich 2007 keine Auffälligkeiten. Es ereigneten sich 55 Verkehrsunfälle (2006 waren es 53). Die Zunahme lag also bei rd. 3,8%. Im Bereich des gesamten Polizeireviers Uhingen haben die Unfälle um 18,3 % zugenommen, im gesamten Landkreis um 6,3 %. Eine Zunahme war auch beim Delikt „Unfallflucht“ zu verzeichnen. Laut Statistik flüchtet inzwischen jeder 5. Unfallverursacher.
Hauptunfallursachen sind Vergehen in der Reihenfolge der Häufigkeit:
· Alkohol
· Geschwindigkeitsüberschreitungen
· Vorfahrtsverletzungen
· Nichteinhaltung des Abstands
Unfallschwerpunkte waren in Schlierbach nicht zu erkennen.
10.04.2008 Aus der Gemeinderatssitzung vom 07. April 2008
Hauptthemen: Bedarfsplanung für die Kindergärten und Kriminal- und Verkehrsstatistik
