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01.08.2008 Aus der Gemeinderatssitzung vom 21. Juli 2008



Sanierung des Rathausplatzes
 
Bereits im April hat der Gemeinderat der Ausführungsplanung für die Sanierung des Rathausplatzes grundsätzlich zugestimmt. In der letzten Sitzung wurden die Bauarbeiten nun an die Firma Grünanlagen Schwarz aus Aalen zum Preis von knapp 106.000 € vergeben. Aus Mitteln der Ortskernsanierung sind Zuschüsse in Höhe von 60% der zuschussfähigen Kosten zu erwarten. Keine Einigung wurde über die Gestaltung eines Podestes vor dem Rathaus, das der Planer mit einem Baum versehen wollte, erzielt. Geplant ist in diesem Bereich auch eine Skulpturengruppe. Die Entscheidung über diese Details wurde verschoben. Das Podest wird zunächst ohne Baum ausgebaut, nach dem Ausbau soll nach einer Ortsbesichtigung die weitere Vorgehensweise abgeklärt werden.
 
 
Sanierung der Kirchheimer Straße
 
In der letzten Klausurtagung des Gemeinderats wurde der schlechte Zustand der Kirchheimer Straße, insbesonders auf dem Abschnitt zwischen Dobelweg und Dorfwiesenstraße, angesprochen. Die Straße ist durch verschiedene Aufgrabungen sehr holprig geworden und es ist noch der alte Unterbau der früheren „Landesstraße 1. Ordnung“ vorhanden. In der Straße befindet sich noch die erste Wasserleitung, die noch vor dem 1. Weltkrieg verlegt wurde. Insbesonders bei den Hausanschlussleitungen gab es schon erhebliche Probleme. Auf einer Teilstrecke von ca. 46 m Länge muss der vorhandene Kanal wegen Unterdimensionierung ausgewechselt werden. Die übrige Kanalstrecke kann über Inliner saniert werden.
 
Herr Mezger vom Büro mquadrat in Bad Boll, der bereits mit der Neugestaltung der Hauptstraße beauftragt war, erläuterte dem Gemeinderat in der letzten Sitzung eine Vorplanung. Aufgrund der Straßenführung und der teilweisen sehr engen Bebauung mit Grundstücks- und Garagenzufahrten ist eine Neugestaltung der Straße nur eingeschränkt möglich. Die vorgestellte Grobkonzeption enthält folgende wesentliche Elemente:
 
  • Reduzierung der Straßenbreite von 6,50 auf 6,00 m, dafür wird der östlich gelegene Gehweg auf 2,00 m verbreitert, da die Angrenzer wegen ihrer sehr kleinen Grundstücke den bisherigen Gehweg mitbenutzen.
  • Baumpflanzungen sind weitgehend nur auf privaten Grundstücken möglich.
  • Der Straßenquerschnitt soll ähnlich wie in der Hauptstraße mit Pflasterzeilen gestaltet werden.
  • Geringfügige Änderung des Einmündungsbereichs Dorfwiesenstraße, damit die Dorfwiesenstraße auch als untergeordnete Straße wirkt.
 
Im Gemeinderat wurde die Ausbauplanung grundsätzlich begrüßt, über die Ausbaudetails, insbesondere die Straßenbreite und die Ausgestaltung des Einmündungsbereichs Dorfwiesenstraße, muss aber noch beraten werden. Davor wird die Planung in einer öffentlichen Versammlung den Anwohnern vorgestellt und diskutiert. Die Einladung hierzu wird rechtzeitig vorher erfolgen. Die Bauausführung ist für 2009 geplant.
 
 
Kooperation zwischen Kindergarten und Schule
 
Die bestehende Grundschulförderklasse in der Schlierbacher Grund- und Hauptschule war für 1 Jahr befristet eingerichtet. In der Grundschulförderklasse werden Kinder aufgenommen, die zwar vom Alter her schulpflichtig sind, vom Schulbesuch aber zunächst zurückgestellt wurden. Nachdem auch für das kommende Schuljahr Kinder zurückgestellt wurden, versuchte die Rektorin, Frau Spieth, auch für 2008/09 Lehrerstunden für eine Grundschulförderklasse zu erhalten. Das Schulamt hat nun für eine sogenannte „Grundschulfördergruppe“ 11 Lehrerstunden pro Woche bewilligt, zunächst für 1 Schuljahr.
 
In diesem Zusammenhang sowie im Zusammenhang mit Diskussionen über das Thema „Bildungshaus“ wurde eine Kooperation zwischen Schule und Kindergarten angeregt. So ist geplant, dass eine Erzieherin vom Kindergarten für 4 Unterrichtsstunden pro Woche in die Grundschulfördergruppe kommt. Zielsetzung wäre, dass fließende Übergänge geschaffen werden, so dass Kindergartenkinder während des Schuljahres in die Grundschulförderklasse und Kinder der Grundschulförderklasse in die 1. Schulklasse aufgenommen werden können.
 
Insgesamt könnte mit diesem Einsatz der Kooperationslehrerinnen und der Erzieherin der Übergang vom Kindergarten in die Schule organischer gestaltet werden. Profitieren würden sowohl die Schule als auch alle 3 Kindergärten von dieser Verzahnung. Eventuell steht eine Begleitung durch die PH Schwäbisch Gmünd in Aussicht, was das Schlierbacher Konzept qualitativ stützen würde. Langfristig, so versichert die Schulleitung, ist dies jedoch nicht zwingend erforderlich.
 
Der Einsatz einer Erzieherin in der Grundschulfördergruppe erfordert einen finanziellen Aufwand von rd. 5000 bis 6000 €, da in dieser Zeit eine Vertretung im Kindergarten eingesetzt werden muss. Neben dem Einsatz in der Grundschulfördergruppe nimmt die Erzieherin auch an Elterngesprächen teil.
 
Der Gemeinderat stimmte dem Konzept einhellig zu.
 
 
Erweiterung des Betreuungsangebots in der Schule
 
Im Oktober 2007 wurde der Vorschlag der Schulleitung zur Einführung einer Ganztagesschule an der Schlierbacher Grund- und Hauptschule von den Eltern abgelehnt.
 
Nun wurde über eine Umfrage von Elternbeiräten der Bedarf einer Erweiterung des Betreuungsangebots in der Schule ermittelt. Derzeit ist im Rahmen der „verlässlichen Grundschule“ eine durchgehende Betreuung von 7.25 Uhr bis 12.40 Uhr gewährleistet. Bei der Umfrage stellte sich heraus, dass eine Betreuung bereits ab 7.00 Uhr gewünscht wird und mindestens bis 15.00 oder 16.00 Uhr gehen sollte. Vereinzelt wurde auch der Wunsch nach einer Betreuung bis 17.00 Uhr geäußert. Wichtig war vielen Eltern dass in der Schule Mittagessen ausgegeben wird.
 
Unproblematisch ist die Ausdehnung der Betreuung bereits ab 7.00 Uhr. Für die Ausgabe von Mittagessen und die Betreuung zwischen 12.40 Uhr und 14.00 Uhr müssten 2 Personen gefunden werden. Ob diese Personen Elternteile sind, wie in einigen anderen Schulen, die sich abwechseln, oder ob Betreuungspersonen eingestellt werden müssen, muss noch abgeklärt werden. In jedem Fall werden für die zusätzliche Betreuung, wie schon jetzt für die „verlässliche Grundschule“, Gebühren erhoben. Abzuklären ist auch noch, wo die Essensausgabe erfolgen soll.
 
Die Gemeinde könnte also das Zeitfenster bis 14.00 Uhr abdecken, sofern Betreuungspersonen gefunden werden. 2 bis 3 Mal pro Woche könnte die Schule über Nachmittagsunterricht und/oder AG´s ab 14.00 Uhr eine weitere Betreuung der Hauptschüler und 1 – 2 mal pro Woche für Grundschüler gewährleisten.
 
Der Gemeinderat stimmte der Erweiterung der Betreuung von 7.00 bis 14.00 Uhr zu. Ob die Erweiterung der Betreuung mit Mittagessen schon zu Schuljahresbeginn oder erst später anlaufen kann, hängt von den o.g. Unwägbarkeiten ab.
 
Konzeption für die Bebauung des „Auwärter-Areals“ in der Hölzerstraße
 
Die Gemeinde konnte Anfang 2008 das frühere „Auwärter Areal“ in der Hölzerstraße mit einer Gesamtfläche von über 30 ar erwerben. Das frühere landwirtschaftliche Anwesen ist hinsichtlich seines Zustands und der großen Anbauten für eine Umnutzung nicht mehr geeignet. Das Ehepaar Auwärter hat der Gemeinde das südlich gelegene Gartengrundstück per Schenkungsvertrag vermacht. Eine wesentliche Auflage war eine Nichtüberbauung des Gartengrundstücks und eine Umgestaltung als öffentliche Grünfläche.
 
Für eine Neuüberplanung hat der Gemeinderat die Kommunalentwicklung Stuttgart (KE) und das Architekturbüro mquadrat, Bad Boll, um Vorschläge gebeten. Die Entwürfe wurden nach einer Vorberatung im Technischen Ausschuss nun in der letzten Gemeinderatssitzung vorgestellt.
 
Die Entwürfe unterscheiden sich in zwei wesentlichen Merkmalen:
 
Das Büro mquadrat bevorzugt eine massivere Bebauung mit zwei mehrgeschossigen Gebäuden. Die restliche Fläche des Grundstücks, die über die Hölzerstraße direkt erschlossen wird, sollen für 3 Einfamilienhäuser (alternativ Doppelhäuser) genutzt werden. Der Entwurf der Kommunalentwicklung (KE) sieht dagegen nur ein mehrgeschossiges Gebäude an Stelle des bisherigen Wohn- und landwirtschaftlichen Gebäudes vor. Die restliche Fläche soll mit Einfamilienhäusern oder Doppelhäusern bebaut werden. Die Erschließung ist nördlich des bisherigen Gartengrundstücks beabsichtigt.
 
Der Gemeinderat sprach sich für die Weiterentwicklung der Planung der Kommunalentwicklung Stuttgart aus. Auf Grund der Größe des Areals soll ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden.
 
 
Was sonst noch interessiert
 
Aufstellungsbeschlüsse wurden gleich für 3 Bebauungspläne bzw. Bebauungsplanänderungen gefasst. Informationen über die Bürgerbeteiligung lesen Sie an anderer Stelle im Mitteilungsblatt (BPl. „Beim Schopf“) bzw., je nach Stand des Verfahrens, in einem der nächsten Mitteilungsblätter (BPl. „Breiteweg II“). Beim Änderungsverfahren „In den Schießgärten“ wird auf Grund der Geringfügigkeit nur die betroffene Öffentlichkeit beteiligt.
 
Der Gemeinderat stimmte einer Anhebung der Preise für die Bestattungsdienste ab 01.01.2009 durch die Firma Holt zu. Die derzeitigen Preise stammen aus dem Jahr 2004.
 
Im Rahmen des Projektes „Schlierbach 2020“ fand am 09.07.2008 ein Vorbereitungsgespräch der Personen statt, die sich als Moderatoren zur Verfügung gestellt haben. Das Bürgerforum, in dem Arbeitskreise und Projektgruppen gebildet werden sollen, findet am 27.09.2008 in der Dorfwiesenhalle statt.
 
 
 
 


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