Skulpturengruppe für den Rathausplatz
Der Gemeinderat befasst sich schon seit vielen Jahren mit der Idee, den Rathausplatz mit einem Brunnen oder einer Skulpturengruppe aufzuwerten. Aus finanziellen Gründen wurde dieses Projekt immer wieder zurückgestellt. Letztendlich gewann das Thema mit der Neugestaltung des Rathausplatzes wieder an größerer Bedeutung, da ein Brunnen oder alternativ eine Skulpturengruppe Teil einer Neugestaltung des Rathausplatzes sein sollte. Im Gemeinderat war man sich zuletzt einig, das Thema Brunnen nicht weiter zu verfolgen. Vielmehr sollte ein Skulpturengruppe als Blickfang für die Neugestaltung des Platzes dienen. Dabei soll die Nutzung des Rathauses, das früher zugleich Schulhaus war, aufgegriffen werden. So wurde in einer früheren Diskussion aus der Mitte des Gemeinderats die Figur des „Büttels“ und eines Schulkindes vorgeschlagen. Bei der Entwicklung des Konzepts haben Vertreter aus dem Gemeinderat, der Verwaltung, Stadtplaner Mezger und ein Künstler der Süßener Kunstgießerei Strassacker mitgewirkt.
Ein erster Entwurf des Künstlers der Firma Strassacker wurde im Technischen Ausschuss vorberaten und weiterentwickelt. Insbesondere der Standort für die Figurengruppe und die Einbindung in den Platz war zunächst nicht befriedigend. Dem jetzt vom Künstler in Abstimmung mit dem Stadtplaner vorgelegten Entwurf hat der Gemeinderat einhellig zugestimmt. Die Figur des „Büttels“ wird auf der Wange am Treppenaufgang platziert. Dazu muss die noch offene Seite eingefasst werden. Das Blumenbeet kann dadurch höher liegen. Auf der anderen Seite entfällt das Geländer, da die zulässigen Absturzhöhen nicht mehr überschritten werden. Das Gegenstück zum „Büttel“ ist ein Schuljunge, wobei der Künstler vorgeschlagen hat, noch einen Hund zu platzieren, damit die Figurengruppe lebendiger wirkt.
Die Skulpturengruppe kostet knapp 42.000 €, genau dieser Betrag war im Haushaltsplan dafür vorgesehen. Nachdem das Vorhaben der Gemeinde, eine Figurengruppe auf dem Rathausplatz zu erstellen, auch auf die Zustimmung vieler Mitbürger gestoßen ist, beabsichtigt die Gemeindeverwaltung zu Spenden aufzurufen. Ab einem Betrag von 200 Euro könnten die Namen der Spender auf einer kleinen Tafel festgehalten werden.
Geplant ist die öffentliche Übergabe der Skulpturengruppe im Rahmen des Dorffestes am 14. September 2009.
Kläranlage in gutem Zustand
Klärwärter Georg Becker informierte den Gemeinderat über den derzeitigen Zustand der Kläranlage, die seit nunmehr 28 Jahren in Betrieb ist. Die Kläranlage ist in einem guten Zustand, wegen des Alters ist aber in den nächsten Jahren mit Investitionen zu rechnen. So müssen in den nächsten Jahren mit einem geschätzten Auswand von 20.000 bis 25.000 € die Zentrallager beider Brücken erneuert werden, erste Aufbrüche auf der Lauffläche der Brücke lassen die Notwendigkeit einer Betonsanierung erkennen. Der Auslastungsgrad der Anlage liegt derzeit bei rund 65%. Beim Abbau von CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf), Stickstoff und Phosphat liegt die Schlierbacher Kläranlage im Spitzenbereich vergleichbarer Anlagen. Georg Becker erläuterte, dass vorgenommene Stromeinsparmaßnahmen bereits gegriffen hätten. Derzeit liegt der Strombedarf bei 27 kWh/Einwohner im Jahr, Ziel sei es, diesen Wert durch weitere Maßnahmen auf 23 kWh zu senken. Die Vertreter beider Gemeinderatfraktionen dankten Herrn Becker für seinen engagierten Einsatz auf der Kläranlage.
