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14.06.2010 Aus der Gemeinderatssitzung vom 07. Juni 2010



 

Krippenbetreuung schon im nächsten Kidergartenjahr

 

Grünes Licht gab der Gemeinderat am vergangenen Montag, bereits im nächsten Kindergartenjahr 2010/11 in die Krippenbetreuung einzusteigen. Ohnehin geplant was dies ab der Fertigstellung des Kinder- und Bildungshauses zum Beginn des Kindergartenjahres 2011/12.

 

Der Einstieg in die Krippenbetreuung, d.h. Betreuung von Kindern unter 3 Jahren ( U3 ) benötigt eine gewisse Anlaufzeit bis die gewünschte Gruppengröße erreicht ist. Das bedeutet in der Praxis, dass nicht an einem Tag eine komplette Krippengruppe eröffnet werden kann. Man wird dabei mit Kleingruppen von 2 bis drei Kindern beginnen und sukzessive aufbauen. Je nach Alter der Kinder wird diese Eingewöhnungsphase 4 – 6 Wochen dauern. Erst wenn die ersten Kinder die Eingewöhnung abgeschlossen haben, können die nächsten aufgenommen werden.

 

Der Kindergarten Max-Eyth-Straße hat nur noch eine Kindergartengruppe, aber zwei Gruppenräume. Diese Raumreserve kann man für den Einstieg in die Krippenbetreuung mit einer kleinen Gruppe nutzen, bis die neuen Räume im Kinder- und Bildungshaus zur Verfügung stehen. Der vorhandene Gruppenraum hat natürlich keinen extra Schlafraum, ist aber groß genug um eine kleine Schlaf-/Kuschelecke mit Baldachin oder Raumteilern abzugrenzen. Auch der Wickelbereich ist nur minimal ausgestattet. Für diese Raumvorgaben stimmt der Kommunalverband Jugend- und Soziales (KVJS) der vorübergehenden und befristeten Einrichtung einer Krippengruppe als Einstieg bis zur Inbetriebnahme des Kinder- und Bildungshauses zu. Die Erteilung einer Betriebserlaubnis ist dabei auf 1 Jahr befristet. Die Gruppengröße wird ausdrücklich auf maximal 5 Kinder begrenzt.

 

Angestrebt wird eine Öffnungszeit von 6 Stunden, um z.B. eine halbtägige Berufstätigkeit zu ermöglichen, von 7.30 bis 13.30 Uhr. Bei dieser Öffnungszeit müssen die Kinder mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden. Dies stellt in der Praxis kein Problem dar, weil der Essenslieferant von Kindergarten und Schule bereit wäre, die U3-Gruppe mit einem kleinkindgerechten Menü zu versorgen.

 

Bei einer Belegung bis 5 Kinder ist für 6 Stunden Öffnungszeit eine Fachkraft ausreichend. Dafür ist eine Erzieherin mit einer dienstlichen Inanspruchnahme von 100% erforderlich. Ob diese Erzieherin aus dem vorhanden Personalstamm übernommen werden kann oder eine Neueinstellung erfolgt wird noch geprüft. Die nötige Unterstützung über die Mittagszeit (Essen / Wickeln / Schlafen) kann flexibel durch die Zweitkraft der Kindergartengruppe im Max-Eyth-Kindergarten geleistet werden.

 

Den Einnahme aus den Elternbeiträgen und Landeszuschüssen für die Kleinkindbetreuung stehen insbesondere die Personalkosten gegenüber. Wenn eine Vollzeitkraft an anderer Stelle eingespart wird, sind Personalengpässe vor allem in der Ganztagesbetreuung zu befürchten. Durch Urlaub der Erzieherinnen außerhalb der Schließungszeiten und sonstige Fehlzeiten (Krankheit, Fortbildung) würde sich der Aufwand für Vertretungen deutlich erhöhen.

 

Einhellig sprach sich der Gemeinderat für einen frühzeitigen Einstieg in die Krippenbetreuung aus und beauftragte die Verwaltung, für diesen Schritt die notwendigen Weichen zu stellen.

 
 

Gemeinde kooperiert weiter mit dem Verein „Tagesmütter-Göppingen e.V.“

 
Bereits 2007 hat die Gemeinde Schlierbach mit dem Verein „Tagesmütter-Göppingen e.V.“ einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Danach bezuschusst die Gemeinde die Betreuung von Kindern über eine Tagespflegeperson. Außerdem beteiligt sich die Gemeinde an den Qualifizierungskosten einer Tagesmutter. Aktuell gibt es in Schlierbach 6 Tagesmütter. Geänderte Kostengrundlagen machen nun eine Neufassung des Kooperationsvertrages erforderlich, welcher der Gemeinderat einhellig zustimmte. Ebenfalls Zustimmung, wenn auch nicht einstimmig, fand der Wunsch, dass die Gemeinde dem Verein als Mitglied beitritt. Verhandlungsbedarf sah der Gemeinderat noch bei der Höhe des Zuschusses der Gemeinde an den Tagesmütterverein für jedes vermittelte Kind.
 
 
 

DSL kommt!

 
Nachdem schon letzte Woche ganz aktuell im Mitteilungsblatt über den Stand der DSL-Versorgung in Schlierbach berichtet werden konnte, ging BM Paul Schmid in der letzten Gemeinderatssitzung nochmals auf dieses Thema ein:
 
Nach der öffentlichen Ausschreibung der DSL Dienste in der Gemeinde durch die Gemeindeverwaltung, hat die Telekom das günstigste und technisch beste Angebot abgegeben. Den Vertrag dazu hat die Telekom im Juli des vergangenen Jahres unterzeichnet und dabei zugesagt, innerhalb eines Jahres die notwendige Infrastruktur zu schaffen. In den letzten Monaten zeichneten sich Verzögerungen ab, deshalb hat der Bürgermeister auf eine Vertragserfüllung durch die Telekom gedrängt. Bei einem Gespräch mit den verantwortlichen Vertretern der Telekom in den letzten Tagen, hat die Telekom die aktuellen Planungen offen gelegt. Danach hat die Telekom ab Januar auf eine neue Technik bzw. Software umgestellt. Aufgrund der hohen Nachfrage ergeben sich zudem noch Kapazitäts- und Lieferprobleme. Allerdings sind mit der neuen Technik auch höhere Vorteile verbunden, so wird bereits die technische Infrastruktur für VDSL und T-Home geschaffen. Die technische Infrastruktur vor Ort ist sehr aufwändig, wobei die Planung bereits weitgehend abgeschlossen ist. Die Standorte für 4 Schaltgehäuse sind inzwischen mit der Gemeindeverwaltung abgestimmt worden. Mit den Bauarbeiten für die Schaltgehäuse soll spätestens im Juli begonnen werden. Bis zur Herstellung der notwendigen Netzinfrastruktur vergehen allerdings noch einige Wochen. Unter Berücksichtigung der erforderlichen Dokumentation sollen die DSL Dienste bis spätestens November 2010 zur Verfügung stehen. Der Umstieg auf DSL erfolgt selbst bei den bisherigen „DSL light“ Anschlüssen nicht automatisch. Vielmehr muss jeder Anschluss mit der gewünschten Geschwindigkeit gesondert beantragt werden. Zirka 6 – 8 Wochen vor Inbetriebnahme der DSL Dienste wird der Vertrieb von Telekom auf die Kunden zukommen. Die Telekom plant eine Informationsveranstaltung vor Ort um die Kunden über die DSL Dienste zu informieren. 
 
Auch wenn die erneute Verzögerung für viele Anschlussteilnehmer unbefriedigend ist, so zeichnet sich jetzt die baldige Umsetzung ab. Gleichzeitig ist gewährleistet, dass die neue Technik auch später höhere Geschwindigkeiten bzw. einen weiteren Service ermöglicht. Über den weiteren Fortgang wird im Mitteilungsblatt wieder informiert.
 
Zu den Verzögerungen bzw. zum Start der DSL Dienste gab die Telekom folgende Erklärung ab:
„Im Juli 2010 wird die Deutsche Telekom mit der Baumaßnahme beginnen. Dazu werden Multifunktionsgehäuse in den Straßen (Kirchheimer Straße, Seestraße, Hauptstraße 43 und Am Haslenbach) aufgestellt. Allerdings erfordern die Vorhaben große aufwändige Netzanpassungsmaßnahmen unserer Kupferkabel. Wie schon bereits angesprochen wird seitens der Deutschen Telekom AG zum Vorteil der Schlierbacher Bürgerinnen und Bürger die neueste und zukunftsweisende Technik eingesetzt. Dieser Technikeinsatz erfordert eine wesentlich detailliertere Planungstiefe und einen sehr großen Montageaufwand. Eine sehr gewissenhafte Dokumentation nimmt weiteren Zeitbedarf in Anspruch und erlaubt eine problemlose Buchung. Ergänzend zu dem o.a. kommen noch Materialengpässe (Lieferprobleme der Firmen) hinzu. Auf Grund dieser Tatsachen können Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger mit dem DSL-Signal ab November 2010 rechnen. Trotz allem werden wir alle Anstrengungen unternehmen, Sie so bald wie möglich mit DSL Signal zu versorgen“.
 
 

Tiefbauarbeiten vergeben

 
Die Erschließungsarbeiten für das Auwärter-Areal sind weitgehend abgeschlossen und die beauftragte Firma Ganßloser aus Deggingen bewegt sich weitgehend auch im Terminplan für die Tiefbauarbeiten in der Hölzerstraße. Die Verlegung der Leitungen in der Hölzerstraße wird in Kürze abgeschlossen werden, anschließend erfolgt der Straßenbau. Mit dem Abschluss der Maßnahmen in der Hölzerstraße wird im Juli 2010 gerechnet.
 
Bei der seinerzeitigen Vergabe der Erschließungsarbeiten für das Auwärter-Areal und der Tiefbauarbeiten in der Hölzerstraße wurde die Erschließung eines privaten Areals westlich der Hölzerstraße ausgeklammert, da die notwendigen Verhandlungen mit dem Privateigentümer noch liefen. Diese Gespräche sind nunmehr abgeschlossen und eine entsprechende vertragliche Vereinbarung soll in den nächsten Tagen nach Genehmigung im Gemeinderat erfolgen. Eine Ausschreibung dieser Erschließungsarbeiten wäre nicht sinnvoll, da die Maßnahme insgesamt zu klein ist, deshalb schlägt die Verwaltung vor, den Auftrag für die Erschließung westlich der Hölzerstraße an die Firma Ganßloser zu den Preisen der seinerzeitigen Ausschreibung zu vergeben.
 
Das Ingenieurbüro Schädel hat auf der Basis des Leistungsverzeichnisses der Firma Ganßloser eine Vergabesumme von rd. 112.000 € errechnet. Zwichenzeitlich hat die Fa. Ganßloser die Arbeiten pauschal zum Preis von 95.200 € angeboten. Die Erschließungskosten müssen die von der Erschließung begünstigten Grundstückseigentümer tragen. Der Auftrag wurde einhellig an die Firma Ganßloser vergeben.
 
 
 
 


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