Turmstation im Haldenweg muss leider weichen
Der alte Trafoturm im Haldenweg stammt aus der Zeit der ländlichen Elektrifizierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Was uns heute selbstverständlich erscheint, bedeutete damals einen enormen Fortschritt für Landwirtschaft, Handwerk und private Haushalte.
Der Trafoturm war damit weit mehr als nur ein technisches Bauwerk. Er stand sinnbildlich für Aufbruch und Zukunft. Als ortsbildprägendes Gebäude erinnert er bis heute an diesen bedeutenden Entwicklungsschritt. Für viele gehört er ganz selbstverständlich zum gewachsenen Erscheinungsbild unserer Ortsmitte.
Umso verständlicher ist es, dass viele Menschen eine enge Verbindung zu diesem Bauwerk haben. Der Wunsch, den Turm zu erhalten, war daher von Beginn an das zentrale Anliegen der Gemeindeverwaltung.
Gemeinsam mit der Netze BW wurden unterschiedliche Möglichkeiten geprüft, um den Turm bestehen zu lassen. In zahlreichen Gesprächen und Abstimmungen wurde intensiv nach Lösungen gesucht.
Leider musste am Ende festgestellt werden, dass eine Erhaltung des bestehenden Bauwerks nicht möglich ist, da die neue Technik dort nicht genügend Platz hat und die Bauweise für den heutigen Stand der Technik nicht genügt.
Die neue Trafostation soll künstlerisch gestaltet werden. Geplant ist eine Graffiti-Arbeit, die den historischen Trafoturm symbolisch aufgreift und auf der Fassade der neuen Station abbildet. So bleibt das vertraute Motiv im Ortsbild erhalten. Außerdem soll die neue Station ein Satteldach, wie die Station in der Wolfstraße, erhalten.
Abschließend gilt unser ausdrücklicher Dank der Netze BW sowie dem Kommunalberater Mischa Allgaier für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Suche nach möglichen Lösungen.